Für wen ist der Pro-Find 35 geeignet — und für wen NICHT?
Passt, wenn du … regelmäßig sondelst und das ständige Nachgraben satthast.
Ein Pinpointer ist das Werkzeug, das aus „irgendwo in diesem Loch" ein „genau hier" macht.
Der Pro-Find 35 geht dabei einen Schritt weiter als einfache Geräte: Über die
Eisen-Ton-Unterscheidung (lt. Minelab) bekommst du schon im Loch einen Hinweis, ob du es mit
Eisenschrott oder einem Nichteisen-Fund zu tun hast. Wer am Strand oder im flachen Wasser
sucht, profitiert zusätzlich von der Tauchfähigkeit bis 3 m (lt. Minelab).
Passt eher nicht, wenn du … nur einmalig einen verlorenen Ring im eigenen
Rasen suchst oder vor allem tief tauchend im See arbeiten willst. Für die einmalige
Garten-Suche reicht ein günstiger Einsteiger-Pinpointer oder oft schon der Detektor allein;
fürs Tieftauchen sind die 3 m Tauchtiefe (lt. Minelab) die natürliche Grenze. Und wichtig:
Ein Pinpointer ersetzt keinen Detektor — er ortet nur, was du vorher mit dem Detektor grob
gefunden hast.
Diese Einordnung gehört dazu, weil ein Pinpointer in Kaufberatungen gern als Pflichtkauf
durchgereicht wird. Sinnvoll wird er erst, wenn das Graben zum echten Thema wird. Wer noch
am Anfang steht, klärt zuerst die Gerätefrage über
welcher Detektor für Anfänger
passt; wie ein Pinpointer im Such-Ablauf eingesetzt wird, zeigt unser
Pinpointer-Praxistest.
Technik & Specs (lt. Minelab)
Wir geben hier ausschließlich dokumentierte Herstellerangaben wieder — keine eigenen
Messwerte und keine festen Tiefen in Zentimetern. Was die Begriffe physikalisch bedeuten,
erklärt unsere Seite zur
Funktionsweise eines Metalldetektors,
und wie Eisen- und Nichteisen-Signale überhaupt entstehen, vertieft unser Beitrag zu
Leitwerten & Ziel-ID.
Der Pro-Find 35 arbeitet laut Minelab mit VLF-Technologie (Very Low Frequency), wie sie auch
viele Detektoren nutzen — kombiniert mit der DIF-Technologie zur Interferenzunterdrückung.
Dazu kommen fünf einstellbare Empfindlichkeitsstufen (lt. Minelab), mit denen du das Gerät
an Loch, Boden und Zielgröße anpasst. Anders als ein Detektor hat ein Pinpointer keine
Suchmodi und keine numerische Ziel-ID — die einzige „Diskriminierung" läuft hier über die
zwei Töne der Ferrous Tone ID, dazu gleich mehr.
Eisen-Ton & DIF — die zwei Besonderheiten
Ferrous Tone ID. Das ist das Argument für diesen Pinpointer. Laut Minelab
gibt der Pro-Find 35 zwei unterschiedliche Töne aus, mit denen du eisenhaltigen Schrott von
Nichteisen-Funden unterscheiden kannst — und zwar schon im Loch, bevor du den Spaten erneut
ansetzt. Viele einfache Pinpointer können das nicht: Sie piepen auf alles gleich. Gerade in
eisenverseuchten Böden spart dir diese Trennung viele unnötige Grabungen.
DIF-Technologie. Detector Interference Free zielt auf ein anderes Problem:
Pinpointer und Detektor stören sich gern gegenseitig. Minelab gibt an, dass die
DIF-Technologie Interferenzen mit einem in Betrieb befindlichen Detektor reduziert, wenn der
Pinpointer ausgeschaltet ist — du musst ihn also nicht ständig weglegen, damit dein Detektor
ruhig läuft. Dazu kommen praktische Helfer: eine eingebaute LED-Lampe für dunkle Löcher und
ein Verlust-Alarm, der sich bei Inaktivität meldet, falls du das Gerät im Gras vergisst (lt.
Minelab).
Tauchfähig bis 3 m — Strand, Fluss, nasser Boden
Minelab gibt den Pro-Find 35 als tauchfähig bis 3 m an (lt. Minelab). In der Praxis heißt das
vor allem: Du musst mit Wasser und Schlamm nicht verhandeln. Am Spülsaum, in knöcheltiefer
Brandung, im Flussbett oder im durchnässten Boden kannst du den Pinpointer bedenkenlos
untertauchen, um einen Fund im Schlamm zu orten — genau dort, wo viele Ringe landen. Das
macht ihn auch für Strand- und Wassersucher interessant, nicht nur für die trockene
Acker-Suche.
Was er nicht ist: ein Tauch-Gerät. 3 m Tauchtiefe (lt. Minelab) decken Flachwasser und
kurzes Untertauchen ab, fürs echte Tieftauchen im See ist das die natürliche Grenze. Wer
ernsthaft im Wasser sucht, sollte die ganze Ausrüstung darauf abstimmen — was dazugehört,
steht in unserem Überblick zur
Unterwasser-Ausrüstung
und in unserem Ratgeber zur
Suche im Wasser.
Praxis: Orten im Loch
Ein Pinpointer wird nicht über die Fläche geschwenkt, sondern nach dem Detektor eingesetzt:
Du hast ein Ziel grob lokalisiert, stichst auf, und dann führst du den Pinpointer ins Loch
und an die Lochwände. Beim Pro-Find 35 werden Ton und Vibration mit der Annäherung an das
Ziel stärker (lt. Minelab) — so tastest du dich an die genaue Stelle heran, ohne den Aushub
immer wieder durchwühlen zu müssen. Die Vibration ist dabei mehr als Komfort: An lauten Orten
oder bei untergetauchter Spitze spürst du das Signal, auch wenn du den Ton kaum hörst.
Die fünf Empfindlichkeitsstufen (lt. Minelab) helfen, das Gerät an die Situation anzupassen:
In engen Löchern oder bei kleinen Zielen drehst du herunter, um nicht das halbe Loch als
Treffer zu hören; bei tieferen oder größeren Zielen mehr Empfindlichkeit. Konkrete Reichweiten
in Zentimetern nennen wir bewusst nicht — sie hängen von Boden, Objektgröße und Material ab und
wären als feste Zahl unseriös. Wie tief ein Gerät überhaupt reicht und warum pauschale Angaben
in die Irre führen, ordnet unsere Seite
wie tief ein Metalldetektor geht
ein.
Stärken & Schwächen — ehrlich
Unterm Strich ist der Pro-Find 35 ein durchdachter Pinpointer, der mit Eisen-Ton-Unterscheidung
und Tauchfähigkeit bis 3 m (lt. Minelab) mehr bietet als die einfachen Geräte — ohne dabei ein
Tauch-Spezialist zu sein. Wer seinen Detektor ernsthaft nutzt, an Strand und Wasser sucht und
beim Graben Zeit sparen will, bekommt viel Werkzeug. Wer nur den Garten absucht, kauft an
seinem Bedarf vorbei.
Kaufen — der Eisen-Ton-Pinpointer