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Fundtypen

Was wir mit dem Metalldetektor finden

Theoretisch alles, was elektrisch leitfähig ist. Praktisch hängt es vom Boden, der Tiefe, dem Material und vor allem davon ab, wie gut der Verlustort eingrenzbar ist. Fachbegriffe wie Leitwert, Buntmetall oder Diskriminierung erklärt das Sondler-Glossar A–Z.

Eheringe & Schmuck Sehr hoch

Der häufigste Auftragstyp. Gold, Silber oder Platin lassen sich gut detektieren — Voraussetzung ist eine eingrenzbare Suchfläche. Auch nach Jahren noch findbar, sofern niemand die Stelle umgegraben hat.

Autoschlüssel & Smart-Keys Hoch

Metallschlüssel und Schlüsselbunde sind problemlos zu orten. Bei modernen Funkschlüsseln ist der Metallanteil oft klein — wir brauchen eine genauere Eingrenzung des Verlustbereichs.

Smartphones & Tablets Mittel bis hoch

Im Sand oder Garten gut findbar — der Gerätekörper enthält genug Metall. Bei Wasserverlust hängt es vom Wasserstand und Strom ab. Wir nutzen wasserdichte Detektoren.

Uhren Hoch

Mechanische Uhren mit Stahlgehäuse sind sehr gut zu orten. Smartwatches mit kleinem Aluminium-Gehäuse brauchen genauere Eingrenzung.

Münzen & Geldbörsen Hoch

Modernes Geld ist Cu-Ni — leicht zu finden. Bei Geldbörsen ist der Metallanteil oft gering, hier hilft die Eingrenzung über Münzen oder Magnetstreifen.

Werkzeuge & Bauteile Sehr hoch

Auf der Baustelle verlorenes Werkzeug, vom Akku-Schrauber bis zur Schraube. Mit der richtigen Spuleneinstellung kein Problem — Eisendiskriminierung muss aus sein.

Antike Münzen & historische Funde Spezialfall

Bei historischen Funden gelten besondere Meldepflichten. Wir suchen nicht aktiv nach Bodendenkmälern, melden aber gefundene historisch wertvolle Stücke korrekt an die Behörden.

Beispielhafter Fund nach abgeschlossenem Auftrag
Aus dem Archiv
Ein typischer Fund — am Ende eines Auftrags zurück beim Besitzer.

Was wir nicht (mehr) finden können

  • Reine Kunststoff-Gegenstände ohne Metallanteil. Eine Brille mit Kunststoffrahmen ist nicht detektierbar.
  • Sehr tief im Wasser (über 5 m) — dafür brauchst du spezialisierte Tauchgeräte und ein Taucher-Team.
  • Stark verschütteter Boden — wenn der Verlustort metertief unter Erdaushub liegt, ist Detektorsuche an der Grenze. Bagger-Aushub ist eine Option.
  • Unter aktivem Verkehr (Straße, Schiene): aus Sicherheitsgründen nicht.

Was wir nebenher mit-finden

Bei jeder Suche kommt Müll mit hoch — Kronkorken, Pulltabs, Drahtreste, Munition aus Sportschützen­zeiten. Diesen Schrott nehmen wir mit und entsorgen ihn fachgerecht. Was nach archäologischem Fund aussieht, melden wir bei der zuständigen Landesbehörde.

Häufige Fragen

Kann man einen verlorenen Ehering mit dem Metalldetektor wiederfinden?
In den meisten Fällen ja. Gold, Silber und Platin lassen sich gut detektieren — entscheidend ist eine eingrenzbare Suchfläche. Auch nach Jahren ist ein Ring noch findbar, solange die Stelle nicht umgegraben oder mit Erdaushub überdeckt wurde.
Findet ein Metalldetektor auch ein Smartphone?
Im Sand oder Garten meist ja, weil der Gerätekörper genug Metall enthält. Bei einem Verlust im Wasser hängt es von Wasserstand und Strömung ab; dafür sind wasserdichte Detektoren nötig. Reine Kunststoffteile ohne Metallanteil sind dagegen nicht ortbar.
Was lässt sich mit dem Metalldetektor nicht mehr finden?
Reine Kunststoff-Gegenstände ohne Metall (etwa eine Brille mit Kunststoffrahmen), Stücke sehr tief im Wasser (über etwa fünf Meter, dafür braucht es Tauchgeräte und ein Taucher-Team), metertief unter Erdaushub verschüttete Objekte und alles unter aktivem Straßen- oder Schienenverkehr — Letzteres aus Sicherheitsgründen.
Wovon hängt der Sucherfolg vor allem ab?
Vom Boden, der Tiefe, dem Material und vor allem davon, wie gut der Verlustort eingrenzbar ist. Je genauer du sagen kannst, wo das Stück abhandenkam, desto realistischer ist ein Treffer. Theoretisch findet ein Detektor alles, was elektrisch leitfähig ist.