Wie wir den ICON einordnen
Ehrlich vorweg: Der ICON ist 2026 ganz frisch auf den Markt gekommen. Unser dauerhaftes
Arbeitsgerät bei echten Suchen ist der XP Deus 2 —
den ICON haben wir nicht über Monate im Feld gehabt. Diese Einordnung beruht deshalb auf den
dokumentierten Herstellerangaben (die wir gegen die XP-Originalseite und mehrere
Händler-Datenblätter geprüft haben) sowie auf den ersten Tests aus der internationalen
Sucher-Szene. Wo belastbare, unabhängige Langzeit-Messwerte zu Tiefe oder Trennschärfe noch
fehlen, sagen wir das — statt Zahlen zu erfinden.
Für wen ist der ICON geeignet — und für wen NICHT?
Passt, wenn du … als ernsthafter Anfänger oder Gelegenheitssucher ein
leichtes, sofort einsatzbereites Multifrequenz-Gerät willst, auf sauberen Feldern, Wiesen
und am Strand suchst, oder als bestehender XP-Nutzer ein leichtes Zweit- und Backup-Gerät im
vertrauten Ökosystem suchst. Der Einstieg ist denkbar einfach: einschalten,
Terrain-Programm wählen, loswippen.
Passt eher nicht, wenn du … kompromisslos auf schwierigstem, stark
abgesuchtem und hochmineralisiertem Boden die letzten Zentimeter Tiefe brauchst, das volle
Feintuning über viele Programme und Frequenzen willst oder echtes Tieftauchen planst. Dafür
ist und bleibt der Deus 2 die Referenz.
Das verdient eine klare Ansage, weil der ICON online gern als „Deus 2 zum halben Preis"
beworben wird. Das stimmt bei der Technik-Basis — es ist dieselbe FMF-Plattform —,
aber nicht beim Funktionsumfang: Der ICON ist bewusst abgespeckt. Wer das weiß und das
Richtige davon erwartet, wird selten enttäuscht. Eine Einordnung der Geräteklassen findest
du auf unserer
Detektor-Übersicht.
Technik & Specs (lt. Hersteller)
Wir geben hier ausschließlich dokumentierte Herstellerangaben wieder — keine eigenen
Messwerte. Was die Begriffe physikalisch bedeuten, erklärt unsere Seite zur
Funktionsweise eines Metalldetektors.
Was die FMF-Technik bringt
Der Kern ist die FMF-Technik (Fast Multi Frequency): Laut XP wertet der ICON mehrere
Frequenzen gleichzeitig aus — dieselbe Grundtechnologie wie im Deus 2. Statt nur auf einer
einzelnen Frequenz zu laufen wie ein klassisches VLF-Gerät, liefert die Multifrequenz auf
unterschiedlichen Böden ein stabileres Bild. In den ersten Tests berichten Sucher von
konstanteren Ziel-IDs auf mineralisiertem Boden, ruhigerem Lauf auf nassem Sand und einem
guten Ansprechen auf kleine, gering leitende Ziele wie dünnen Goldschmuck. Wer es braucht,
kann zusätzlich die Einzelfrequenzen 4 kHz oder 14 kHz wählen; in der Praxis bleibt aber die
Multifrequenz das Arbeitspferd. Was Multifrequenz von Einzelfrequenz unterscheidet, vertieft
unsere Seite
Multifrequenz vs. Einzelfrequenz.
Eine ehrliche Einschränkung: Belastbare, unabhängige Zahlen zu Tiefe, Trennschärfe und
Wiederfindegeschwindigkeit gibt es bei diesem jungen Gerät noch kaum — die frühen Tests
stammen überwiegend von XP-nahen Testern und Händler-Vorstellungen. Wir nennen deshalb
bewusst keine festen Tiefen in Zentimetern: Die hängen ohnehin von Boden, Objektgröße und
Material ab und wären als Pauschalzahl unseriös.
Wasserdichtigkeit — ehrlich erklärt
Hier kursieren im Netz viele Halbwahrheiten, deshalb sauber sortiert: Beim ICON sind laut XP
sowohl die Suchspule als auch die Steuereinheit nach IP68 bis 5 m wasserdicht —
also nicht bloß spritzwasser- oder regenfest. Für Strand, Spülsaum, Flachwasser und kurzes
Untertauchen ist das mehr als genug.
Der Haken liegt nicht beim Gehäuse, sondern beim Ton unter Wasser: Die
mitgelieferten Funkkopfhörer (WSA ST) sind nur regenfest, nicht tauchfähig — und das
XP-Funksignal überträgt unter Wasser nicht. Wer wirklich getaucht suchen will, braucht
deshalb den optionalen Knochenleitungs-Kopfhörer (Bone Conduction, ebenfalls IP68/5 m). Das
ist der praktische Unterschied zum Deus 2, dessen Steuereinheit XP bis 20 m angibt: Der ICON
ist für Strand und flaches Wasser gemacht, nicht für den echten Tauchgang. Wie „wasserdicht"
beim Detektor generell zu lesen ist, erklärt unsere Seite
Wasserdichter Metalldetektor.
ICON oder ICON X?
XP bietet zwei Varianten an. Diese Seite behandelt den Basis-ICON (FMF plus
die Einzelfrequenzen 4 und 14 kHz, drei Werksprogramme, 1-Punkt-Diskriminierung). Der
ICON X legt nach: eine zusätzliche dritte Einzelfrequenz mit 28 kHz (stark
bei kleinen, gering leitenden Zielen und feinem Gold), mehr Programmplätze (6+6 statt 3+3),
feinere Reaktivitätsstufen und eine feinere 0,5-Punkt-Diskriminierung im Eisenbereich (lt.
XP). Faustregel: Wer einfache, saubere Flächen absucht, ist mit dem ICON gut bedient. Wer
häufiger auf eisenverseuchtem Boden, im Wald oder gezielt auf kleine Ziele und Gold geht,
sollte den ICON X in die engere Wahl nehmen.
Stärken & Schwächen — ehrlich
Einordnung im Markt
XP verlässt mit dem ICON erstmals das reine Premiumsegment und greift das
Multifrequenz-Mittelfeld an — also genau das Revier von Minelab Equinox 700/900 und Nokta
Legend. Gegen die Flaggschiffe Deus 2 und Minelab Manticore tritt der ICON bewusst nicht an;
er ist der leichte, günstige Zugang ins XP-Ökosystem. Seine Trümpfe gegenüber der Konkurrenz
sind das geringe Gewicht, das konsequent kabellose Konzept (viele Rivalen haben noch eine
Kabelspule), die Kompatibilität mit den Deus-2-Spulen und die lange XP-Garantie. Wir haben
die wichtigsten Duelle einzeln aufgeschlüsselt:
- XP ICON vs. XP Deus 2 — gleiche Technik-Familie, was der Aufpreis bringt
- XP ICON vs. Minelab Equinox 900 — kabellos & leicht gegen die erprobte Multi-IQ-Plattform
- XP ICON vs. Nokta Legend — Leichtbau & Ökosystem gegen Value-König
- XP ICON vs. Minelab Manticore — bewusst kein Duell auf Augenhöhe, aber die Frage wird oft gestellt
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